Medienberichte

Zu Besuch bei den «Schällafründa» Valendas

 

tol. In roten Hemden und schwarzen Hosen, ausgerüstet mit sogenannten «Plumpen» treten die «Schällafründa» Valendas jeweils auf. Ihre «Musik» ist volkstümlich. Beim «Schällna» werden mit grossen Glocken Töne erzeugt. Dabei wird nicht nach Noten musiziert. Vielmehr gehe es darum, einen Ton zu erkennen und ihn durch richtiges Schwingen der Glocke nachspielen zu können, erklärt Präsident Hansruedi Zinsli. Der Verein wurde vor rund 15 Jahren mit der Absicht etwas am Dorfleben beizutragen gegründet. Er zählt heute 17 Aktiv- und fünf Passivmitglieder. Mitmachen darf, wer Lust und Freude am «Schällna» hat. Musikalische Voraussetzungen braucht es keine. «`Schällna` lässt sich ziemlich einfach lernen. Meistens genügt die Teilnahme an den Proben», so Zinsli.


Ein aktiver Verein

 

Geprobt wird immer am ersten Dienstagabend des Monats in der Mehrzweckhalle Valendas. Die Kompositionen werden vom Schällnerchef zusammengestellt. Diese Aufgabe fordert gemäss Zinsli grosses, musikalisches Geschick. Nebst dem Schällnerchef und dem Präsidenten besteht der Vorstand aus einem Aktuar, Kassier und Beisitzer.

Die «Schällafründa» sind momentan eine durchmischte Truppe im Alter von 25 bis 50 Jahren. Sie treten rund vier- bis siebenmal pro Jahr auf. Das können Auftritte an privaten Anlässen sein wie etwa Hochzeiten, Geburtstage oder Viehausstellungen. Im September haben sie das 40-Jahr-Jubiläum der SVP-Ortspartei Domat/Ems musikalisch begleitet. «Anfragen sind immer erwünscht», sagt der Vereinspräsident. Ihre Art von «Musik» lasse sich zudem gut mit Ländler kombinieren.  

 

Wenn die «Schällafründa» nicht musizieren, organisieren sie selber regionale Anlässe. Dazu zählt die mittlerweile zu Tradition gewordene 1.-August-Feier. Im Jahresturnus arrangieren sie entweder in Valendas oder den Fraktionen Brün, Carrera, Turisch oder Dutjen eine Gastwirtschaft und treten selber auf. 2016 werde die 1.-August-Feier wieder in Valendas stattfinden. Ein zweiter, beliebter Anlass sei der Barbetrieb in der Altjahrswoche in der Mehrzweckhalle Valendas. «Die Frauen unserer Vereinsmitglieder unterstützen uns bei der Organisation solcher Anlässe tatkräftg», sagt Zinsli. Ihnen würde ein grosser Dank gebühren. Die 1.-August-Feier sowie der Barbetrieb in der Altjahrswoche sind die Haupteinnahmequellen der «Schällafründa». Ebenfalls zum Jahresprogramm gehören diverse Ausflüge. Zinsli sagt: «Letztes Jahr haben wir am Scheller- und Trychlertreffen in Meiringen teilgenommen.» Ein Höhepunkt im Vereinsjahr sei zudem der Schlittelplausch. Diesmal gehe es nach Brün. «Der Schlittelplausch ist immer ein pures Vergnügen», merkt Zinsli an.  

Quelle: Ruinaulta